Innovationsfeld

Warum Innovationsfelder?

Unsere Aufmerksamkeit richten wir im Rahmen unserer Innovationsarbeit mit Innovationsfeldern für eine begrenzte Zeit gezielt auf ein zentrales Thema. So können wir gesellschaftliche Entwicklungen früh wahrnehmen und mit unserem kirchlichen Auftrag gezielt neue Antworten erproben.

Innovationsfelder helfen uns,

  • gesellschaftliche Entwicklungen und kirchlichen Auftrag systematisch zusammenzudenken,
  • Ideen im Innovationskontext gezielt weiterzuentwickeln,
  • neue Formen kirchlichen Handelns zu testen und daraus zu lernen.

Sie geben Orientierung für Innovationsprojekte, ohne andere Themen auszuschließen. Beschlossen werden sie vom Innovationsrat und im Austausch mit Akteur:innen im und außerhalb des Bistums weiterentwickelt.

Innovationsfeld: Einsamkeit

Einsamkeit ist kein Randphänomen. Sie ist ein gesellschaftlicher Trend.

In einer Zeit, die als unsicher, komplex und brüchig erlebt wird, verändern sich Beziehungen und Lebensformen stark. Digitale Vernetzung wächst – stabile Bindungen werden fragiler. Menschen ziehen häufiger um. Gemeinschaft ist weniger selbstverständlich.

Einsamkeit betrifft viele – generationenübergreifend:

  • ältere Menschen, deren soziale Kreise kleiner werden,
  • pflegende Angehörige, die stark belastet sind,
  • Alleinerziehende mit wenig Entlastung,
  • Jugendliche, die digital präsent, aber emotional isoliert sind.

Einsamkeit ist mehr als ein Gefühl. Sie wirkt sich auf Gesundheit, Lebensqualität und gesellschaftlichen Zusammenhalt aus. Sie ist oft unsichtbar – aber wirksam.

Als Kirche verstehen wir uns als Ort von Begegnung, Begleitung und Gemeinschaft. Wenn Zugehörigkeit brüchiger wird, stellt sich die Frage neu: Wo erleben Menschen heute Verbindung? Welche Räume bleiben offen – auch für Menschen ohne feste Bindung?

Wie wir das Innovationsfeld bearbeiten

Das Thema Einsamkeit steht im Mittelpunkt eines Pioniersprints:

13. März in Montabaur

In dieser Werkstatt entwickeln interdisziplinäre Teams konkrete Ideen, zum Beispiel:

  • Wie können kirchliche Räume gezielt als offene Begegnungsorte genutzt werden?
  • Welche Formate erreichen pflegende Angehörige oder Alleinerziehende?
  • Wie können digitale Angebote echte Verbindung fördern?

Ziel ist es, tragfähige und umsetzbare Ansätze zu entwickeln, die Einsamkeit wirksam begegnen – vor Ort und bistumsweit.

Kampagne „Es ist offen“

Im Leistungsbereich Pastoral & Bildung arbeitet seit 2025 eine Arbeitsgruppe intensiv zum Thema Einsamkeit. Dort wurde deutlich: Einsamkeit ist ein Megatrend, der nicht einzelne Gruppen betrifft, sondern die Gesellschaft insgesamt prägt.

Ein zentrales Ergebnis ist die Kampagnenidee „Es ist offen“:

Regelmäßig geöffnete, wiedererkennbare Räume der Begegnung im ganzen Bistum. Orte, an denen Menschen ohne Verpflichtung, ohne Konsumdruck und ohne feste Gruppenzugehörigkeit Gemeinschaft erfahren können. Persönliche Begegnung, Verlässlichkeit und eine klare Willkommenskultur stehen im Mittelpunkt.

Ansprechpartnerinnen:

Dr. Lisa Straßbergerlisa.strassberger@bistumlimburg.de 
Dr. Sonja Sailer-Pfistersonja.sailer-pfister@bistumlimburg.de

Zum Anfang der Seite springen